Sonntag, 27. Februar 2011

DSL - Welche Bandbreite ist sinnvoll?

In der heutigen Zeit gehört ein DSL-Breitbandzugang ins Internet schon zu den üblichen Selbstverständlichkeiten wie ein Girokonto oder die ein oder andere Kreditkarte. Speziell im Bereich der gängigen Informations- und Kommunikationsmedien wie Telefon, Radio, Fernsehen und Printmedien läuft das World Wide Web diesen den Rang ab, bzw. integriert einfach die althergebrachten Medien. Nahezu jeder Verlag und jede Sendeanstalt hat inzwischen ein eigenes Internetportal oder eine Mediathek. Auch der klassische Telefonanschluss wird zunehmend durch Voice over IP, also das Telefonieren über das Internet abgelöst. Vom durchgreifenden Erfolg von sozialen Netzwerken gar nicht zu reden. Umgekehrt wird mit dem Handy nicht mehr nur telefoniert, sondern mit den gängigen Smartphones mobil im Internet gesurft.

Beim stationären DSL-Zugang für Zuhause oder die eigene Firma gibt es inzwischen ein fast unüberschaubares Angebot an Flatrates mit zum Teil unterschiedlichen Zusatzfeatures. Mit diesen Flatrates muss man sich keine Gedanken mehr über verbrauchte Online-Zeit oder Datenvolumina machen. Man ist einfach rund um die Uhr online und nutzt die Angebote des Internets und seines Providers. Die Auswahl des geeigneten Pakets ist aber aufgrund der Vielzahl der Angebote gar nicht so einfach. Schließlich will man ja kein Geld für Leistungen, die man garnicht nutzt, aus dem Fenster werfen. Ein wichtiger Faktor, der sich direkt auf den monatlichen Preis einer Flatrate auswirkt, ist die gewährte Bandbreite. Üblich sind aktuelle Geschwindigkeiten von 1.000/2.000/6.000/16.000 und 50.000 kBit/s.

Bei der Auswahl der Bandbreite gilt es vor allem zwei Punkte zu beachten:
  • welche Bandbreite ist an meinem Standort verfügbar
  • welche Bandbreite benötige ich aufgrund meines aktuellen Nutzungsverhaltens
  • welche Optionen gibt es, wenn sich mein Nutzungsverhältnis ändert
Der erste Punkt ist der komplizierteste. Bis zur Ausmessung der Leitungsqualität kurz vor der Schaltung des Zugangs erhält man hierzu in der Regel keine verbindlichen Aussagen. Es gibt allerdings einige Tipps sich zu nähern. Fragen Sie in Ihrer Nachbarschaft herum, wer einen DSL-Zugang hat und mit welcher Geschwindigkeit. Sie können dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass die höchste der so ermittelten Bandbreiten auch bei Ihnen zur Verfügung steht. Wenn Sie wissen, wo der für Ihren Anschluss zuständige Verteilerkasten steht, kann man abschätzen wie hoch Ihre Chancen auf einen schnellen Zugang sind. Hier gilt: je näher, desto besser, denn entscheidend ist die so genannte letzte Meile. Die meisten Provider bieten auf ihren Websites einen Verfügbarkeitstest an. Probieren Sie diese Tests bei verschiedenen Anbietern aus, um sich einen groben Anhaltspunkt zu verschaffen.

Welche Bandbreite man wirklich braucht hängt hauptsächlich vom eigenen Surfverhalten ab. Will man nur E-Mails abholen, ab und zu etwas googlen oder das Wetter abfragen, kommt man theoretisch auch mit 1.000 oder 2.000 kBit/s aus. Allerdings nehmen viele Websites und Portale nur noch wenig Rücksicht auf Schmalspur-Surfer und überfrachten ihre Sites mit grafischen Komponenten, Scripts und multimedialen Komponenten.

Daher steigen einige Anbieter wie auch 1&1 inzwischen bei 6.000 kBit/s ein. Hier ist man als durschnittlicher Surfer auf der sicheren Seite, selbst wenn Zusatzfeatures wie Voice-over-IP-Telefonie genutzt werden, oder die Familie oder Mitarbeiter sich parallel im üblichen Rahmen im Internet bewegen.

Will man allerdings des Öfteren multimediale Inhalte streamen, oder die Entertainement-Angebote seines Providers nutzen, nebenbei noch über das Internet telefonieren, während parallel auch noch ein Download der neuesten Linux-Distribution läuft, sollte man sich für 16.000 kBit/s entscheiden. Das gleiche gilt, wenn sich mehrere Personen den Zugang teilen.

Einen VDSL-Anschluss mit 50.000 kBit/s benötigt man vor allem, wenn man regelmäßig auf HD-Medieninhalte per Streaming zugreifen, gleichzeitig telefonieren und surfen will, oder mit sehr vielen Personen den Anschluss teilt. Vor allem, wenn man verstärkt im Bereich multimedialer Inhalte in High Definition Qualität unterwegs ist, könnte diese Bandbreite nötig werden.

Entscheidet man sich für einen Provider, der wie z.B. 1&1 verschiedene Bandbreiten im Angebot hat, kann man in der Regel mit einem kleineren Angebot einsteigen und bei Bedarf auf ein schnelleres und damit teureres Angebot upgraden, sofern der Anschluss dies technisch hergibt. Der umgekehrte Weg, also ein Downgrade, wenn man feststellt, dass man die gewählte Bandbreite gar nicht braucht, ist normalerweise nicht möglich.

Fazit: Einen Anschluss mit 1.000 oder 2.000 kBit/s würde ich nur empfehlen, wenn auf Grund Ihres Standorts nicht mehr möglich ist, oder falls Sie wirklich nur Gelegenheits-Surfer sind. Mit 6.000 kBit/s sind Sie als durchschnittlicher Surfer auf der sicheren Seite. 16.000 kBit/s benötigen Sie, wenn Sie zusätzlich noch Entertainement-Angebote und Internet-Telefonie nutzen, oder wenn Sie Ihren Anschluß mit mehereren Personen (z.B. Familie) teilen. VDSL und 50.000 kBit/s brauchen Sie vor allem, wenn es hauptsächlich um multimediale Inhalte im HD-Format geht.

Labels: , ,

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]

<< Startseite